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2008/1


BERICHTE
ÜBER DAS ERLANGEN DER LEICHTIGKEIT/
GEDANKEN UND ZEICHNUNGEN VON
GÜNTER SPECHT


SINCE 2006



























er war doch nur
ein buchstabe
im grossen
wortgemenge


wie wollte man ihm da
schuld zuweisen

ja ja
er war dabei
und ja sicher
er hätte fliehen können
und man hätte die worte dann nicht mehr verstanden
sie hätten ihre unheilbringende wirkung verloren
die menschen hätten ob des lautsalats gar gelacht

ja
dann wäre vieles nicht geschehen

mein gott ja
ein held hätte er sein sollen
er das kleine g

das ist doch quatsch
als e ja
aber doch nicht als g

13.1.08























rette worte
durch gebrauch
gründe deine
persönliche arche

archewort des tages
pustekuchen






















am rande der spechtart'schen wälder
ensteht ein dorf/
das hauptdorf unseres universums


20.1.08















es war karneval
und lono machte spässe
über den äquator

schau da ...
im moment hält er ihn
hinter seinem rücken

aber noch
wird er von niemanden
vermisst

18.1.08





















"ares" sagte mein vater immer "ares, dem modernen menschen fehlen zwar die alten traditionen und gleichmachenden gebote ... trotzdem gilt wie damals
höchstens heimlich anders sein


19.2.08


















ein beispiel aus dem
spechtartschen thinktank
kerzenhalter verschliessbar



10.2.08
















wir planen die einrichtung
einer kleinen gerüchteküche
12 qm/ einfachste ausstattung
zunächst nur so zum probieren

unser ziel wäre das kochen und
verbreiten
von besonders schönem gerede
zb. ... über die existenz fantasievoller welten

weil sich gerüchte ja schnell zu quasirealem wandeln
bauen wir auf das zwangsläufige resultat/
auf eine schönere welt


17.2.08





















der gärtner fühlt in die nacht

25.1.08



















charly wunderbar
hat heute morgen wieder mal eine grosse tüte
voll mit neuen sehr sehr schönen stichwörtern vorbeigebracht
haben zusammen gefrühstückt


15.2.08
















von dieser seite lässt er sich täglich vorlesen stets zieht dann ein kleinwenig glück durch die heilige ewigkeit und für sekunden vergisst gott die ganze schwere seines seins

auch du
bist eingeladen/
nimm täglich von den worten/
denn schau/ ich übe sie/
nur für ein lächeln/



















es ist sonntag
und der frühling scheint auf unseren erzählschrank


... er ist erst jetzt wieder zu uns zurückgekehrt/ ein langes abenteuer// viele seiner geschichten gehen von erinnerungen aus/
auch von vergessenen düften/ neben haaren wassern und steinen versammeln sich hier also auch sie// erst heute, viele jahrzehnte nach den ereignissen gibt er zuweilen kleine geheimnisse preis/ zb welcher herkunft das sonntagsparfüm meiner mutter war/ ich öffne eines der hundert duftröhrchen ... bittermandel ... und sage TOSCA /
so begegnen mir, gefangen in einem backaromaröhrchen, vergangene festliche tage




10.2.08

























VON ZUCKER DAS HAUS
VON SCHOKOLADE DIE TÜR
DEN RIEGEL VON BRATWURST
DAS WÜNSCHE ICH DIR











WÜNSCHE DER SELTENGEWORDENEN ART


5.2.08


















WENN DIE VIELEN ARSCHLÖCHER NICHT WÄREN
HIESSE UNSER LAND 'PARADIES'

NUR UNSER LAND
AUFS HÖCHSTE BESCHENKT
VERWÖHNT MIT VORZÜGLICHEN JAHRESZEITEN
VERWÖHNT MIT QUELLFRISCHEN WASSERN
UND SONNE IN KLUGEN MAßEN
DEM SCHLARAFFENLAND GLEICH
LÄSST ES FRÜCHTE AUF BÄUMEN
UND HALMEN WACHSEN
VERGAS NICHT DIE SCHÖNHEIT
DEM AUGE ZUM WOHLGEFALLEN

MIT EINEM ABER GESTRAFT

DEN VIELEN ARSCHLÖCHERN
DIE DIESE WUNDER NICHT SEHEN KÖNNEN


6.2.08
















kochsendungendeutsch
rotkohlknödeltürmchen


30.1.08




































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spechtartprojekt 2010 / günter specht / gütersloh